Office 2021: Support beendet – was Betriebe jetzt tun sollten
Seit dem 13. Oktober 2026 gibt es für Office 2021 keine Sicherheitsupdates mehr. Was das für Betriebe heißt, welche Wege es gibt und was Sie jetzt prüfen sollten.
Veröffentlicht am 30. Oktober 2026 · Lesezeit rund 8 Minuten · von Silz-Networks, IT-Systemhaus in Eppertshausen

Stand: 30. Oktober 2026. Alle Termine stammen aus den Angaben von Microsoft. Änderungen bei Produkten und Lizenzbedingungen sind möglich.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Support ist beendet. Office 2021 und Office LTSC 2021 erhalten seit dem 13. Oktober 2026 keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und keinen technischen Support von Microsoft mehr.
- Eine Verlängerung gibt es nicht. Microsoft schließt für Office 2021 eine Verlängerung und erweiterte Sicherheitsupdates ausdrücklich aus.
- Die Programme können weiterlaufen. Microsoft sagt aber auch, dass Sie sich damit ernsten Sicherheitsrisiken aussetzen können.
- Handeln Sie geplant, aber zeitnah. Stellen Sie fest, wo Office 2021 läuft, prüfen Sie Makros und Lizenzen und wechseln Sie auf eine unterstützte Version.
Was genau am 13. Oktober 2026 passiert ist
Microsoft begrenzt die Unterstützung jeder Office-Kaufversion von Anfang an. Für Office 2021 lief diese Frist am 13. Oktober 2026 aus. Das betrifft die Editionen Home & Student, Home & Business und Professional, jeweils auch die Fassungen für den Mac, soweit vorhanden, sowie Office LTSC 2021 aus Volumenlizenzen. Project 2021 und Visio LTSC 2021 haben dasselbe Enddatum.
Seitdem liefert Microsoft für diese Produkte nichts mehr nach. Das gilt auch für Sicherheitslücken, die erst später entdeckt werden. Telefon- und Chat-Support entfallen ebenfalls.
Wer noch mit Office 2019 oder Office 2016 arbeitet, ist schon länger betroffen: Für beide endete der Support bereits am 14. Oktober 2025.
Darf ich Office 2021 weiter nutzen?
Ein pauschales Verbot gibt es nicht. Ihre Lizenz erlischt nicht mit dem Support-Ende, und laut Microsoft können die Programme weiter funktionieren. Die Frage ist deshalb nicht nur, ob Sie dürfen, sondern ob es für Ihren Betrieb vertretbar ist.
Der Vergleich mit Windows 10 liegt nahe: Am ersten Tag ändert sich nichts. Das Risiko wächst, sobald neue Lücken bekannt werden, die nicht mehr geschlossen werden. Bei Office wiegt das schwer, weil Word, Excel und Outlook täglich Dateien und E-Mails von außen öffnen. Wie Angreifer das ausnutzen, zeigt unser Beitrag Phishing erkennen.
Eine Einschränkung ist wichtig: Eine Garantie auf unbegrenzten Betrieb gibt es nicht. Die Deutsche Handwerks Zeitung weist darauf hin, dass künftige Updates des Betriebssystems Office 2021 beeinträchtigen können. In den Microsoft-Foren berichten im Oktober 2026 außerdem Mac-Nutzer von der Meldung, ihre Office-2021-Version werde nicht mehr unterstützt, und teils auch von Problemen beim Bearbeiten. Das sind Berichte einzelner Nutzer. Eine offizielle Erklärung von Microsoft dazu haben wir nicht gefunden.
Was gilt für die Verbindung zu Microsoft 365?
Viele Betriebe nutzen Office 2021 zusammen mit Postfächern in Exchange Online oder Dateien in OneDrive und SharePoint. Für diese Verbindung gilt seit dem 13. Oktober 2026: Sie kann weiter funktionieren, wird von Microsoft aber nicht mehr unterstützt. Microsoft nennt als mögliche Folgen fehlende neue Funktionen sowie Probleme mit Leistung und Zuverlässigkeit, weil Verbesserungen der Dienste nicht mehr auf alte Office-Versionen abgestimmt und getestet werden.
Datenschutz und Versicherung: Was das rechtlich bedeutet
Kein Gesetz nennt Office 2021 beim Namen. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss aber nach Art. 32 DSGVO angemessene technische und organisatorische Schutzmaßnahmen treffen und dabei unter anderem den Stand der Technik und das Risiko berücksichtigen. Dazu gehört es, die eingesetzte Software im Blick zu behalten. Ob der Weiterbetrieb im Einzelfall noch angemessen ist, hängt von den Daten, den Abläufen und den übrigen Schutzmaßnahmen ab. Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Klären Sie die Frage mit Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten, wenn Sie Office 2021 noch länger einsetzen wollen, und halten Sie die Entscheidung schriftlich fest.
Auch Microsoft weist bei Office LTSC 2021 darauf hin, dass das Support-Ende Compliance-Vorgaben berühren kann. Haben Sie eine Cyberversicherung, lesen Sie die Bedingungen zu Updates und Software-Aktualität nach und fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Versicherer nach. Welche Folgen das im Schadensfall hätte, entscheidet sich nach Ihrem Vertrag.
Ihre Möglichkeiten im Vergleich
Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie Sie arbeiten und welche Programme Sie brauchen.
| Weg | Passt, wenn … | Darauf achten |
|---|---|---|
| Microsoft 365 (Abo) | Sie laufend aktuelle Programme wollen oder Teams, E-Mail und Cloud-Speicher ohnehin nutzen | Laufende Kosten, Tarif passend wählen, Datenschutz klären |
| Office Home & Business 2024 (Kauf) | Sie einzelne Rechner einmalig lizenzieren und ohne Abo arbeiten wollen | Support nur bis Oktober 2029, keine neuen Funktionen nach dem Kauf |
| Office LTSC 2024 (Volumenlizenz) | Rechner keine Funktionsupdates bekommen dürfen oder nicht ans Internet angebunden sind | Von Microsoft für besondere Szenarien gedacht, Support bis Oktober 2029 |
| LibreOffice (kostenlos) | Sie einfache Dokumente und Tabellen bearbeiten und keinen Cloud-Dienst wünschen | Kein E-Mail-Programm enthalten, Makros und Formatierungen vorher testen |
Drei Fallstricke beim Umstieg
- Die falsche Edition. Office Home 2024 ist laut Microsoft nicht für die gewerbliche Nutzung gedacht und enthält kein Outlook. Für Betriebe ist unter den Kaufversionen Office Home & Business 2024 vorgesehen. Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch, ob Ihre bisherigen Lizenzen für den gewerblichen Einsatz gedacht waren.
- Der falsche Tarif. Microsoft 365 Business Basic enthält Word, Excel und Outlook nur als Web- und Mobil-Apps. Wer die Programme installiert auf dem Rechner braucht, benötigt zum Beispiel Business Standard, Business Premium oder Microsoft 365 Apps for business.
- Vergessene Programme. Office Home & Business 2024 umfasst Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook. Nutzen Sie weitere Anwendungen wie Access, klären Sie vorher, wie es damit weitergeht.
So gehen Sie jetzt vor
- 1. Bestand erfassen. Öffnen Sie auf jedem Rechner Word und rufen Sie unter „Datei“ und „Konto“ die Produktinformationen auf. Dort steht die genaue Bezeichnung. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Versionsnummer 16.0: Sie wird bei Microsoft 365 Apps, Office 2019 und Office 2016 gleichermaßen verwendet. Vergessen Sie Notebooks, Empfangs- und Lagerrechner nicht.
- 2. Lizenzen zusammentragen. Notieren Sie, was gekauft wurde, für wie viele Geräte und über welches Konto es aktiviert ist.
- 3. Abhängigkeiten testen. Microsoft empfiehlt, geschäftskritische Makros, Add-ins und komplexe Dokumente vor dem Umstieg zu prüfen. Das gilt besonders für Excel-Vorlagen und Anbindungen an Ihre Branchensoftware. Fragen Sie im Zweifel den Softwarehersteller, welche Office-Version er freigibt.
- 4. Daten sichern. Sichern Sie vor dem Wechsel Dateien, Vorlagen und lokale Outlook-Datendateien (PST). Wie das verlässlich gelingt, steht in unserem Beitrag zur 3-2-1-Regel.
- 5. Betriebssystem mitdenken. Auf Windows 10 bekommen Microsoft 365 Apps laut Microsoft nur noch bis zum 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates, neue Funktionen nur bis Version 2608. Windows 10 selbst hat seit Oktober 2025 keinen regulären Support mehr, und Microsoft empfiehlt den Wechsel auf Windows 11. Planen Sie Office und Windows deshalb am besten gemeinsam.
- 6. Umstellen und alte Version entfernen. Beginnen Sie mit wenigen Arbeitsplätzen, prüfen Sie die Abläufe und stellen Sie dann den Rest um. Microsoft empfiehlt, ältere Office-Versionen vor der Installation von Microsoft 365 Apps zu entfernen.
Wenn der Umstieg noch etwas dauert
Manchmal geht es nicht sofort, etwa weil eine Fachanwendung noch keine Freigabe hat. Die Risiken lassen sich dann verringern, aber nicht beseitigen:
- Windows, Browser und Virenschutz aktuell halten
- Geschützte Ansicht eingeschaltet lassen und Makros in Dateien aus dem Internet nicht aktivieren
- Mitarbeitende ohne Administratorrechte arbeiten lassen
- E-Mails filtern und das Team auf verdächtige Anhänge hinweisen
- Betroffene Rechner erfassen und einen festen Termin für die Umstellung setzen
Das ist eine Übergangslösung und ersetzt keine unterstützte Version.
Wie wir Sie unterstützen
Wir erfassen Ihren Bestand, klären, welcher Plan oder welche Lizenz zu Ihrem Betrieb passt, und übernehmen Einrichtung und Umzug der Postfächer. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Hard- und Software. Für die Absicherung Ihrer Arbeitsplätze sind unsere Leistungen zur IT-Sicherheit der passende Einstieg.
Quellen
Dieser Beitrag beruht auf eigener Auswertung der folgenden Angaben. Abgerufen am 30. Oktober 2026.
- Microsoft: End of support for Office 2021
- Microsoft Lifecycle: Office 2021
- Microsoft Lifecycle: Office LTSC 2021 reaching end of support
- Microsoft Learn: Office versions and connectivity to Microsoft 365 services
- Microsoft Learn: Plan an upgrade from older versions of Office
- Microsoft Learn: Windows 10 end of support and Microsoft 365 Apps
- Microsoft Lifecycle: Office 2024 und Office LTSC 2024
- Microsoft: Office 2024 for consumers available October 1
- Microsoft: Microsoft 365 for business, Tarife im Vergleich
- Deutsche Handwerks Zeitung: Support-Ende für Office 2021 (7. Oktober 2026)
- Microsoft Q&A: Nutzerbericht zu Office 2021 auf dem Mac
- EUR-Lex: Datenschutz-Grundverordnung (Art. 32)
Hinweis: Das ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Ihrem Einzelfall erhalten Sie von Ihrer Rechtsberatung, Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Versicherer. Microsoft, Office, Windows und die weiteren genannten Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber.
Häufige Fragen
Wann endete der Support für Office 2021?
Am 13. Oktober 2026. Das gilt für Office 2021 und für Office LTSC 2021. Eine Verlängerung oder erweiterte Sicherheitsupdates gibt es laut Microsoft für Office 2021 nicht.
Funktioniert Office 2021 nach dem Support-Ende noch?
Laut Microsoft können die Programme weiter funktionieren. Sie erhalten aber keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und keinen technischen Support mehr. Microsoft warnt vor ernsten Sicherheitsrisiken. Eine Zusage, dass Office 2021 dauerhaft problemlos läuft, gibt es nicht.
Muss ich Office 2021 jetzt sofort ersetzen?
Ein pauschales Verbot, Office 2021 weiter zu nutzen, gibt es nicht. Wir raten aber zu einem zeitnahen Umstieg, weil neue Sicherheitslücken offen bleiben. Ob der Weiterbetrieb bei personenbezogenen Daten noch angemessen ist, hängt vom Einzelfall ab und sollte mit Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten geklärt werden.
Kann ich mit Office 2021 weiter auf Microsoft 365 zugreifen?
Die Verbindung zu Diensten wie Exchange Online oder OneDrive kann weiter funktionieren, wird von Microsoft seit dem 13. Oktober 2026 aber nicht mehr unterstützt. Microsoft nennt mögliche Einschränkungen bei Funktionen, Leistung und Zuverlässigkeit.
Microsoft 365 oder Office 2024: Was ist für Betriebe besser?
Das hängt vom Einsatz ab. Microsoft 365 passt, wenn Sie laufend aktuelle Programme und Dienste wie E-Mail, Teams und Cloud-Speicher nutzen wollen. Die Kaufversion Office 2024 für Betriebe passt, wenn Sie einzelne Rechner ohne Abo lizenzieren möchten. Sie erhält bis Oktober 2029 Support, aber keine neuen Funktionen nach dem Kauf.
Woran erkenne ich, welche Office-Version installiert ist?
Öffnen Sie zum Beispiel Word und wählen Sie „Datei“ und „Konto“. Unter den Produktinformationen steht die Bezeichnung, etwa Office 2021 oder Microsoft 365. Die Versionsnummer 16.0 allein reicht nicht, weil sie bei mehreren Versionen gleich ist.
