Telefonanlage ersetzen: Cloud oder eigene Hardware?

Was der Wechsel bedeutet, welche Variante wann passt und worauf Sie bei Rufnummernmitnahme und Ausfallsicherheit achten sollten.

Veröffentlicht am 8. September 2026 · Lesezeit rund 6 Minuten · von Silz-Networks, IT-Systemhaus in Eppertshausen

Geschäftsmann telefoniert unterwegs mit dem Mobiltelefon

Warum das Thema jetzt auf den Tisch kommt

Viele Betriebe telefonieren über Anlagen, die ursprünglich für ISDN gebaut wurden. Nach der Umstellung auf IP-Anschlüsse laufen sie über Adapter weiter. Das funktioniert erstaunlich lange — bis ein Bauteil ausfällt und sich herausstellt, dass es weder Ersatzteile noch jemanden gibt, der die Anlage noch programmieren kann.

Der zweite häufige Anlass ist Homeoffice: Mitarbeitende sollen unter ihrer Geschäftsnummer erreichbar sein, ohne private Mobilnummern herauszugeben. Mit einer klassischen Anlage im Serverraum ist das umständlich.

Die beiden Varianten

Cloud-Telefonanlage. Die Anlage läuft im Rechenzentrum des Anbieters, Sie zahlen monatlich pro Nebenstelle. Keine Hardware im Haus, Updates laufen automatisch, neue Mitarbeitende sind in Minuten eingerichtet. Voraussetzung ist eine stabile Internetleitung.

Eigene Appliance oder virtualisiert. Die Anlage steht bei Ihnen oder läuft auf Ihrem Server. Das lohnt sich bei vielen Nebenstellen, bei besonderen Anbindungen an Fachsoftware oder wenn die Internetanbindung schwach ist. Sie zahlen einmalig mehr und monatlich weniger.

Wir setzen auf STARFACE, weil beide Varianten mit derselben Oberfläche funktionieren und ein späterer Wechsel möglich ist. Die Software wird in Deutschland entwickelt, die Cloud-Variante in deutschen Rechenzentren betrieben — für Betriebe mit Betriebsrat oder erhöhten Datenschutzanforderungen ist das in der Praxis ein Argument.

Ihre Rufnummern bleiben

Die größte Sorge im Erstgespräch ist fast immer dieselbe: „Behalten wir unsere Nummern?“ Ja. Die Rufnummern werden zum neuen Anbieter portiert, die Durchwahlstruktur bleibt erhalten. Die Portierung braucht Vorlauf und einen abgestimmten Termin — deshalb legen wir die Umschaltung auf einen betriebsarmen Zeitpunkt und sind an diesem Tag erreichbar.

Der Punkt, über den zu selten gesprochen wird

Bei Cloud-Telefonie hängt Ihre Erreichbarkeit an der Internetleitung. Fällt sie aus, klingelt niemand mehr. Dafür gibt es eine einfache Lösung: eine automatische Umleitung auf Mobiltelefone, die greift, sobald die Anlage nicht erreichbar ist. Das kostet fast nichts und sollte bei jeder Cloud-Installation eingerichtet sein. Wer stark vom Telefon abhängt — eine Praxis etwa — sollte zusätzlich über einen zweiten Weg ins Internet nachdenken.

Was Sie an Hardware wirklich brauchen

Reine ISDN-Apparate funktionieren nicht weiter. SIP-fähige Tischtelefone lassen sich dagegen oft übernehmen. Und ein Teil der Mitarbeitenden braucht gar kein Tischtelefon mehr: Über die App am Rechner mit Headset oder am Mobiltelefon ist man unter der Geschäftsnummer erreichbar. Das spart bei einer Neuanschaffung schnell einen vierstelligen Betrag.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Umstellung?

Die Vorbereitung — Nebenstellen anlegen, Ansagen, Rufgruppen, Öffnungszeiten — läuft im Hintergrund, während Sie normal weitertelefonieren. Der Rufnummernwechsel selbst findet an einem festen Termin statt und ist in der Regel innerhalb eines Vormittags erledigt.

Können wir Anrufe in unserer Branchensoftware sehen?

Häufig ja. STARFACE lässt sich an Microsoft 365, Outlook und viele CRM- und Warenwirtschaftssysteme anbinden, sodass beim Klingeln der passende Kundendatensatz erscheint. Ob Ihre konkrete Software unterstützt wird, prüfen wir vorab.

Was kostet eine Cloud-Telefonanlage?

Bei uns zwischen 9,90 € und 12,95 € pro Benutzer und Monat, je nach Funktionsumfang, zuzüglich Verbindungskosten. Die Spanne hängt davon ab, ob Sie nur telefonieren wollen oder auch Videokonferenzen, Warteschleifen und Anbindungen brauchen.

Fragen zu diesem Thema?

Wir beraten Betriebe aus Eppertshausen, Dieburg und der Region — die Erstberatung kostet nichts.